ANASAYFA Forum TURKISCH CHRISTLICHE FORUM (auf Deutsch) Nachrichten Türkei: Christen Drohen 9 Jahre Haft Wegen Weitergabe Ihres Glaubens

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    Türkei: Christen drohen 9 Jahre Haft wegen Weitergabe ihres Glaubens

    Eine Falle und Anschuldigungen gegen Konvertiten aus dem Islam in der Türkei

    Istanbul/Türkei (Institut für Islamfragen, mk, 4.01.2007) Hakan Tastan und Turan Topal drohen wegen Herabsetzung der türkischen Identität nach Artikel 301/1 der türkischen Strafgesetzgebung, wegen der Missionierung Minderjähriger und Beleidigung des Islams (Artikel 216/1) und unerlaubten Sammelns vertrauliche Informationen von Staatsbürgern (Artikel 135/1) bis zu 9 Jahren Haftstrafe. Sie wurden eingeladen, in der Kleinstadt Silivri, 70 km westlich von Istanbul, ihren Glauben zu erklären. Wie sich herausstellte, waren die “Interessierten” Fatih Köse (23), Alper Eksi (16), Oguz Yilmaz (17) später bei der gerichtlichen Anhörung nicht anwesend. Offensichtlich war dieses Zusammentreffen inszeniert, um ihnen eine Falle zu stellen. Nach zwei Treffen wurden sie von der Militärpolizei (Istanbul Il Jandarma Alay Komutanligi) festgenommen, lange verhört und ihre Wohnungen durchsucht. Dabei hat die Staatsanwaltschaft 5.000 Adressen von Muslimen beschlagnahmt, die am Christentum Interesse haben sollen und leicht anonymisierte Beispiele an die Presse weitergegeben, um weitere Interessierte abzuschrecken. Tastan und Topal wird in der türkischen Presse vorgeworfen, den Islam als zurückgebliebene Religion und die Türken als unzivilisiert bezeichnet zu haben. Weitere Vorwürfe sind Frauenhandel, Waffenbesitz und Kooperationen mit Terroristen. Des Weiteren wurden ihnen die Behauptungen in den Mund gelegt, dass der Islam die Quelle des Terrorismus sei, Türken an Christen Massaker angerichtet hätten und deshalb ein verfluchtes Volk seien, solange sie sich nicht zum christlichen Glauben bekehren würden. Die beiden türkischen Konvertiten aus dem Islam zeigten sich voller Empörung über diese Vorwürfe und äußerten: “Das zeigt die Mentalität hinter diesen Anschuldigungen. Die Ankläger haben die Vorstellung, dass wir viel Geld vom Ausland für unsere Arbeit bekommen”, die darauf ausgerichtet sei, die Türkei zu spalten und zu zerstören. Unter den Anklägern ist auch der ultrarechtesorientierte Anwalt Kemal Kerincsiz, der mit demselben Artikel 301 den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels (Oktober 2005) und Schriftsteller Orhan Pamuk anklagte. Nach der ersten Anhörung vor Gericht (Silivri 2. Asliye Ceza Mahkemesi) bekannten sich beide Konvertiten frei zu ihrem Glauben und zu ihrer türkischen Nationalität mit den Worten: 2Ich bin Patriot. Ich hänge meine türkische Flagge an Nationalfeiertagen aus dem Fenster. Ein Bild von Atatürk besitze ich auch”. Und “Ich habe ganz sicher nicht das Türkentum herabgesetzt und ich akzeptiere diese Anschuldigungen einfach nicht. Aber ich bin Christ, das stimmt. Weil der Begriff “Evangelium” gute Nachricht heißt, gebe ich das Neue Testament an Menschen weiter, die sich dafür interessieren und erkläre ihnen das Evangelium. Ich bin unschuldig”, fuhr Tastan fort.

    Der Sprecher der christlich orthodoxen Kirche, Sevgi Erenerol, fiel den Angeklagten mit einer Presseäußerung in den Rücken: “Man sollte den christlichen Glauben nicht verbreiten und das türkische Volk oder den Islam verleumden. Deshalb bin ich gekommen, um die Anklage zu unterstützen”.

    Quellen:

    ww.timesonline.co.uk/article/0,,13509-2482831.html; http://www.canim.net/internet_haber/bolumler.php?op=devami&id=21242; http://www.savaskarsitlari.org/arsiv.asp?ArsivTipID=5&ArsivAnaID=35833; http://www.haberaktuel.com/haberDetayMiddle.asp?ID=43943;

    Kommentar: Der christliche Glaube wird im allgemeinen in der islamischen Welt als zurückgeblieben und verachtet betrachtet und seine Anhänger diskriminiert oder bekämpft; echte soziale und rechtliche Gleichberechtigung zwischen Christen und Muslimen gibt es nirgends. Doch ist das kaum je Thema der Öffentlichkeit. Der nächste Gerichtstermin in der o.g. Angelegenheit wird am 29.01.2007 stattfinden, und es ist sehr zu hoffen, dass diese Inszenierung dann ein Ende findet. Die Äußerungen des Sprechers des orthodoxen Patriarchats sind enttäuschend, entspringen aber vielleicht einer Selbstschutzreaktion einer diskriminierten christlichen Minderheit.

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