ANASAYFA Forum TURKISCH CHRISTLICHE FORUM (auf Deutsch) Zeugnisse Pastor Ramazan – Ein ungewöhnlicher Lebensweg Re: Pastor Ramazan – Ein ungewöhnlicher Lebensweg

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Armagan
Anahtar yönetici

Ich verkaufte Zeitungen für die DHKP

Ich las nun die Bibel genauer, um seinen Glauben zu widerlegen

Ich war dabei, mich nach und nach vom islamischen Glauben zu entfernen. Ich glaubte an Gott und dann auch wieder nicht. Auch unter dem Einfluss der sozialistischen Bücher, die ich später las, fing ich an, an die Existenz Gottes zu zweifeln. In der Zeit beteiligte ich mich an politischen Aktivitäten. Ich hatte auch Sympathien für die DHKC. Ich verkaufte ihre Zeitung. Ich bekam viel Ärger mit den Ülkücüs, und wurde oft verprügelt. Sex, Alkohol, Flucherei – all das war in meinem Leben. In der Zeit lernte ich einen Christen kennen. Er gab mir ein NT (oder ganze Bibel?). Ich nahm es an, um ihn nicht zu verletzen. Mir war, wie wenn ich Geschichten (Märchen?) gelesen hätte, es kam mir sehr unsinnig vor. Obwohl ich so dachte, fing er an, mir das Christentum zu erklären. Ich fing später an, die Bibel genauer zu lesen, um seinen Glauben zu widerlegen. Ich stellte viele Fragen und wollte ihn damit in Widersprüche bringen. Doch er hatte auf jede meiner Fragen eine überzeugende Antwort.
Ich ging hin, um ein Mädchen zu “schnappen”

Eines Tages lud er mich in die Gemeinde ein. Bis dahin war ich noch nie in einer (christlichen) Kirche oder Gemeinde gewesen. Was sie “Kirche” nannten, war ein Konferenzsaal in einem Hotel. Meine Absicht, um dorthin zu gehen, war nicht, die Bibel zu studieren oder Gott kennen zu lernen. Ich dachte, ich könnte ein ausländisches Mädchen finden, heiraten und auswandern. In der Gemeinde erwies man mir unglaubliche Aufmerksamkeit. Außerdem waren dort auch keine Mädchen. Ihr Verhalten mir gegenüber gefiel mir sehr. Ich nahm an den Gottesdiensten teil und lernte auch mehr über die Bibel.

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Aktivitäten in der Gemeinde: http://www.antalyaincilkilisesi.com

Ich bekehrte mich unter Tränen

Genau in dem Zeitraum wurde ich zum Militär einberufen. Die ersten neun Tage vergingen wie ein Albtraum, ich beschloss zu fliehen. In der Nacht, in der ich fliehen wollte – während ich “Nachtwache schob” – kamen mir ständig Texte aus der Bibel in den Sinn. Vor dem Depot (Anm.: Lager für Waffen oder Treibstoff oder Munition?) schob ich Wache, ich kniete nieder und fing an zu weinen. In dem Augenblick dachte ich daran, wie schwach ich sei, auf mich selbst gestellt gar nichts. Ich dachte an das Bibelwort, in dem es heißt: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.” (Jeremia 29,11) In dem Augenblick dachte ich, Gott würde mich hören, und betete zum ersten Mal nach meiner atheistischen Periode. Mit Weinen bat ich um die Vergebung meiner Sünden. Ich hatte viele Schulden bei Gott. Als ich am nächsten Tag aufwachte, war Friede in mir. Ich fand die Kraft, den Wehrdienst fertig zu leisten. Und seit dem Tag, an dem ich mich damals unter Tränen bekehrte, bin ich Christ.
Schlussbemerkung:
Dieses Interview erschien vor einiger Zeit in der größten Tageszeitung der Türkei. Es wurde allerdings als Kopie von einer türkischen christlichen Website .. übernommen, sowie aus der Website der von Ramazan geleiteten Gemeinde in Antalya. In Leserzuschriften an “Hristiyanforum” bekennen ein paar Leser, durch Ramazan geistlich gesegnet, eine Bibel bekommen, getauft worden. zu sein. Ein Bezug auf seine spätere Hochzeit (er ist inzwischen verheiratet) kam auch vor.